Rothsee

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Lage:

Landkreis Roth

Zuflüsse:

Kleine Roth, Schönbrunner Bach, Main-Donau-Kanal

Abflüsse:

Kleine Roth, Main-Donau-Kanal

Größere Orte in der Nähe:

Allersberg, Hilpoltstein

Der Rothsee ist ein Stauseeim Lauf der Kleinen Roth im bayerischenLandkreis Roth. Die Talsperredient als Zwischenspeicher der Donau-Main-Überleitung. Die Hauptsperre wird durch den Main-Donau-Kanalmit Pumpwasser aus Altmühlund Donaubeschickt und kann Wasser sowohl über die Kleine Roth in die Rothals auch über den Main-Donau-Kanal in die Schwarzachabgeben. Beide Gewässer münden in die der Regnitzzufließende Rednitz. Während die über ein Kraftwerkerfolgende Wasserabgabe durch Niedrigwasser der Regnitz bestimmt ist, wird aus Kostengründen nachts und am Wochenende gepumpt. Der Speicherraum der Sperre ist auf einen Wochenbedarf der Niedrigwasseraufhöhungausgelegt. Der Wasserstand kann gegenüber dem Sommerstauziel um sieben Meter absinken, hiervon werden in der Regel jedoch nur ca. zwei Meter genutzt.

Die Kleine Roth fließt der Hauptsperre über eine Vorsperre mit weitgehend konstantem Wasserstand zu. Beide Teile des Sees dienen neben ihren wasserwirtschaftlichenFunktionen auch der Naherholung. Die Vorsperre ist ein beliebter Badesee, die Hauptsperre wird mehr zu Wassersportarten wie Surfen und Segeln genutzt.

 

 

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Geographie [Bearbeiten]

Der Rothsee liegt rund 28 km südlich von Nürnbergan der Nordflanke der Fränkischen Albca. 2 km unterhalb des Markts Allersbergim Tal der hier nach Südwesten fließenden Kleinen Roth, das er auf 3,7 km Länge ausfüllt. Seine größte Breite von 1,6 km erreicht er erst kurz vor dem Hauptdamm, auf den oberen zwei Dritteln der Länge bleibt die Breite unter 400 m. In unmittelbarer Nähe des Dammes liegt die Staustufe Eckersmühlen des das Tal querenden Main-Donau-Kanals. Das Oberwasser liegt über dem höchsten Seespiegel und das Unterwasser unter dem niedrigsten Seespiegel. Unterhalb des Sees liegen an der Mündung der nun westwärts fließenden Kleinen Roth in die Roth der Ort Eckersmühlenund an der Roth die Stadt Roth, die etwa 7 km westnordwestlich des Sees liegt. Ungefähr 2 km südlich des Sees liegt die Stadt Hilpoltstein.

Der insgesamt 2,1 km² große Stausee hat eine Uferlänge von 11,9 km. Etwa auf halber Länge teilt bei Roth-Birkach der Vorsperrendamm, über den die Birkacher Hauptstraße verläuft, den See in zwei ungleich große Bereiche: die südwestliche Hauptsperre und die nordöstliche Vorsperre. Die größte Wassertiefe beträgt 15,4 m in der Hauptsperre, 8,5 m in der Vorsperre.

Mit mehreren weiteren künstlich angelegten großen Seen der Umgebung bildet der Rothsee das Fränkische Seenland.

 

Technik [Bearbeiten]

Die Hauptsperre hat einen 1,7 km langen und 16 m hohen Staudamm. Der Hauptdamm besteht aus Erdmaterial mit einer bis zu 45 m breiten Lehm- und Tonzone im Dammkern.

Die Vorsperre hat einen 500 m langen und 11 m hohen Staudamm.

Der durch ein Einlaufbauwerk im Hauptdamm erfolgende Zufluss aus dem Main-Donau-Kanal beträgt maximal 21 m³/s, die maximale Wasserabgabe beträgt 15 m³/s. Das Kraftwerk hat zwei unterschiedliche Turbinen: eine Durchströmturbinefür maximal 1 m³/s Durchfluss, die bei niedrigen Abflüssen alleine betrieben wird, und eine Rohrturbinefür maximal 5 m³/s Durchfluss. Weitere 9 m³/s können gegebenenfalls am Kraftwerk vorbeigeleitet werden. Bei einer Fallhöhe von 14,4 m geben die Turbinen eine elektrische Leistung von 122 kW bzw. 628 kW ab. Im Jahr werden im Mittel Energien von 0,6 GWh bzw. 2,1 GWh umgesetzt. Maximal 9 m³/s des Abflusses werden durch einen Dükerunter dem Kanal hindurch der Kleinen Roth zugeführt, dem Kanal selbst maximal 6 m³/s zur späteren Ableitung in die Schwarzach.

Im Durchschnitt der Jahre 1994–2008 wurden jährlich 97 Mio. m³ Wasser in den Rothsee übergeleitet, 106 Mio. m³ wurden abgegeben. Die natürlichen Zuflüsse betragen ca. 10 Mio. m³ jährlich.

 

Benachbarte Seen [Bearbeiten]